In der Gerontopsychiatrie der Klinik für psychische Gesundheit am varisano Klinikum Frankfurt Höchst erproben wir mit der Paro-Robbe und dem ichó-Ball zwei innovative, nicht-medikamentöse Therapieansätze. Sie können insbesondere Menschen mit kognitiven Einschränkungen im Rahmen einer Demenz oder eines Delirs sowie Patient:innen mit Ängsten, depressivem Rückzug oder innerer Unruhe dabei unterstützen, wieder in Kontakt und Aktivität zu kommen.
Die Paro-Robbe schafft über Berührung, Nähe und Fürsorge einen niedrigschwelligen Zugang. Durch integrierte Sensorik und Robotik reagiert sie auf Berührungen und die Interaktion mit ihrem Gegenüber und kann dadurch beruhigend und aktivierend wirken.
Der ichó-Ball setzt auf multisensorische Reize: Bewegung, Klang, Licht und Berührung sprechen unterschiedliche Sinne an, fördern Aufmerksamkeit und Aktivität und können insbesondere auch in der Gruppenarbeit eingesetzt werden.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Technologie selbst, sondern ihre therapeutische Einbettung. Unsere multiprofessionellen Teams beobachten, wie Patient:innen auf die Angebote reagieren, und setzen die digitalen Medien gezielt entsprechend der individuellen Situation ein.
Die Paro-Robbe und den ichó-Ball verstehen wir dabei nicht als Ersatz für persönliche Begegnung, sondern als ergänzende therapeutische Werkzeuge. Sie können dort neue Zugänge schaffen, wo Sprache allein nicht ausreicht – und so Beziehung, Aktivierung und Teilhabe unterstützen.
Kontakt
Viviane Simone Plechinger
Fachbereich Musiktherapie/Klinik für Psychische Gesundheit, varisano Klinikum Frankfurt Höchst
Telefon: 069 3106-2324
E-Mail: viviane.plechinger@varisano.de