Behandlungsspektrum

Unser Team behandelt Patient:innen,

  • die an Depressionen und/oder Ängsten leiden,
  • mit schizophrenen oder schizoaffektiven Erkrankungen,
  • die an zwanghaften Gedanken und Zwangshandlungen leiden,
  • mit emotionaler, sozialer und Leistungsbeeinträchtigung nach einem belastenden Lebensereignis oder auch nach schwerer körperlicher Krankheit,
  • mit ausgeprägten psychischen Reaktionen auf außergewöhnliche bedrohliche Lebenssituationen als Kind oder Erwachsene (PTBS),
  • mit vielfältigen, häufig seit Jahren bestehenden körperlichen Beschwerden (darunter auch Schmerzen), für die keine ausreichende organische Erklärung gefunden wird,
  • mit Konzentrations- und Verhaltensauffälligkeiten (ADHS im Erwachsenenalter)
  • deren Essverhalten erheblich gestört ist,
  • mit nichtorganischen Schlafstörungen,
  • bei denen eine Vergesslichkeit (Demenz) zu beobachten ist,
  • die an einer Alkoholabhängigkeit leiden,
  • die an einer Cannabisabhängigkeit leiden.

Eingebettet in eine Parklandschaft und umgeben vom Wald bietet unsere Klinik ein angenehmes Ambiente mit Zweibett-Zimmern und eigenem Bad sowie hellen, freundlichen Aufenthaltsbereichen und Therapieräumen.

Der Fokus der Behandlung ist auf die individuellen, mit dem Therapeutenteam abgestimmten Ziele der Patient:innen gerichtet. Berücksichtigung finden dabei die persönlichen Ressourcen der einzelnen Person, ihre Lebensumstände, ihr soziales Umfeld und ihre Therapiepräferenzen.

Unsere Klinik zeichnet sich durch einen psychotherapeutischen Schwerpunkt aus - sowohl im Bereich der Psychosomatik als auch in der Psychiatrie.

Der Einsatz von Medikamenten erfolgt – als gemeinsame Entscheidung von Behandelndem und Patient:in – erst nach einer ausführlichen Aufklärung.

Die Basis unseres therapeutischen Handels ist das bio-psycho-soziale Modell der Entstehung und Aufrechthaltung von psychischen Erkrankungen. Dies bedeutet, dass neben der somatischen und psychiatrischen Diagnostik und Therapie, der Klärung von sozialen Problemen wie auch der Psychotherapie ein hoher Stellenwert in unserem Behandlungskonzept beigemessen wird.

Unser Therapieangebot basiert auf dem bio-psycho-sozialen Modell der Entstehung und Aufrechterhaltung von psychischen und psychosomatischen Störungen.

Zum „bio-logischen“ Bereich gehört die psychiatrische und somatische Diagnostik, die Behandlung mit Medikamenten und anderen Therapien (z.B. Lichttherapie, Biofeedback). Wir arbeiten mit der Herzratenvariabilität in Kombination mit Atemtechniken, Bewegungstherapien sowie Entspannungsverfahren. In Kürze werden wir die somatische Behandlung durch die Pohltherapie ergänzen.

Der „psycho-logische“ Ansatz erfasst die psychologische Diagnostik sowie empirisch nachgewiesene Therapien. Die Psychotherapien sind verbaler und non-verbaler Natur.

Neben der Vermittlung von Fähigkeiten im Rahmen der dialektischen Verhaltenstherapie (Dialektisch-Behaviorale Therapie - DBT) bieten wir auch die Eye-Movement-Desensitization-and-Reprocessing-Therapie (EMDR) an. Bei der EMDR verfolgen Patient:innen zwei Finger der Therapeutin beziehungsweise des Therapeuten, bis schnelle, ruckartige Blickfolgebewegungen auftreten. Das Gehirn soll so unterstützt werden, Selbstheilungskräfte zu aktivieren und belastende Erinnerungen zu verarbeiten. Zu unserem Therapiespektrum gehören zudem psychodynamische Therapien, kognitive Verhaltenstherapie, Well-Being-Therapie (eine Kurzzeittherapie zur psychischen Stabilisierung) sowie die Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie (PEP - nach Dr. Michael Bohne) - eine Behandlungsmethode, die auf Klopftechnik beruht.

Psychodynamisch-psychotherapeutisch arbeiten wir in der Gestaltungstherapie und Kunsttherapie. Ressourcenorientiert bieten wir - mit dem Augenmerk auf Expression, Selbstwirksamkeit und Erleben - Musiktherapie, Bewegungstheater und Tanztherapie an. Diese Kreativtherapien bieten wir Patient:innen sowohl in der Abteilung für Psychosomatik als auch in der Psychiatrie an.

Das „soziale“ Miteinander wird durch Gruppeneinteilung auf den Stationen gelebt, da unsere Therapien gruppentherapeutisch ausgerichtet sind. Das Milieu und der haltgebende Rahmen auf den Stationen wird getragen durch unsere Pflegekräfte und bietet den Patient:innen einen „sozialen Raum“. In diesem können Patient:innen eine Tagesstruktur wieder erlangen, in Kontakt miteinander treten sowie die Regulation von Nähe und Distanz üben. Der soziale Ansatz umfasst auch das Umfeld der Patient:innen. Für Lösungen in diesem Bereich steht unsere Sozialberatung unterstützend zur Seite. Psychotherapie ist nur möglich, wenn wir das persönliche soziale Beziehungsgeflecht kennen. Daher legen wir besonderen Wert auf Gespräche mit Angehörigen und anderen Bezugspersonen, die stets gemeinsam mit dem Patienten geführt werden.

Therapie- und Behandlungsziele sind das Ergebnis einer gemeinsamen Entscheidungsfindung mit unseren Patient:innen.