Katharina Aquino verbindet Expertise mit Empathie und schafft so positive Energie für Kinder und Eltern. Sie begann 2002 die Ausbildung zur Kinderkrankenschwester, arbeitete einige Jahre auf der interdisziplinären Intensivstation für Erwachsene und wechselte 2009 schließlich ins Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) am varisano Klinikum Frankfurt Höchst. Seit 2019 bietet Katharina als integrative Eltern- Säuglings-, und Kleinkindberaterin die Sprechstunde für Kinder mit Regulationsstörungen an.
Nach fast einem Vierteljahrhundert in ihrem Beruf hat die heute 40-Jährige Mutter von zwei Kindern eine klare Überzeugung entwickelt: Es geht nicht darum, Probleme schnell zu beheben, sondern Familien auf ihrem Weg geduldig, respektvoll und mit vollem Herzen zu unterstützen.
„Schon während meiner Tätigkeit als Kinderkrankenschwester schlug mein Herz für die Kleinsten, insbesondere für die Säuglinge. Als ich später selbst Mutter wurde, konnte ich mein fachliches Wissen ganz selbstverständlich im Alltag anwenden und stellte dabei fest, wie viel Freude mir diese Arbeit bereitet. Es war mir persönlich wichtig, mich weiterzubilden, um ergänzend die Entwicklungspsychologie der Kinder zu verstehen. Die SPZ-Leitung unterstützte dabei meine Vision einer eigenen Sprechstunde von Beginn an. Nach Abschluss meiner Weiterbildung im Jahr 2019 konnten wir schließlich die Sprechstunde für Regulationsstörungen ins Leben rufen.“
„In meiner Sprechstunde sehe ich vor allem organisch gesunde Kinder mit Regulationsstörungen, etwa mit massiven Schlafproblemen, exzessivem Schreien oder extremem Klammern. Niedergelassene Kinderärzt:innen überweisen die Familien zu uns. In unserer Sprechstunde werden die Kinder anschließend noch einmal von unserer Kinderärztin untersucht, um organische Ursachen auszuschließen. Ich berate die Eltern, erkläre, was mit dem Kind passiert, und versuche, wieder Entspannung in die Situation zu bringen. Bei Bedarf binden wir Physiotherapie oder andere Kolleg:innen ein, da wir interdisziplinär betrachten, wo die Ursache liegen könnte. Einmal pro Woche findet zudem eine Gruppe für Kinder statt, die große Schwierigkeiten mit der Selbstregulation haben. Wir haben diese Gruppe gegründet, damit Eltern sich austauschen, gegenseitig stärken und erfahren können, dass sie nicht allein sind. Begleitet wird die Gruppe von einem Physiotherapeuten und mir.“
„Für diese Arbeit sind vor allem Empathie, Feingefühl und eine achtsame Beobachtungsgabe wichtig. Es geht darum, auch die leisen Zwischentöne wahrzunehmen und wirklich zuzuhören. Eltern sollen spüren, dass ihre Sorgen ernst genommen werden und dass sie mit ihren Herausforderungen nicht allein sind. Ich begegne jeder Familie mit großem Respekt für ihre individuelle Situation. Durch den regelmäßigen Kontakt entsteht eine vertrauensvolle Beziehung, die Halt und Sicherheit geben kann. Viele Eltern berichten nach der Beratung, dass sie sich weniger hilflos und dafür gestärkt fühlen. Genau das macht diese Arbeit für mich so wertvoll.“
„Rückblickend bin ich überzeugt, dass jeder Schritt seinen Sinn hatte. Mit 17 Jahren bin ich hierhergekommen, und ich denke mit viel Freude an diese Zeit zurück – wir waren so jung und voller Entwicklung. Heute schaue ich auf 24 Jahre zurück, in denen sich sowohl beruflich als auch persönlich unglaublich viel bewegt hat. Die Klinik hat mir stets Raum zum Wachsen gegeben, getragen von den richtigen Menschen zur richtigen Zeit. Die vielen Familien, die ich kennenlernen durfte und deren Entwicklung ich begleiten konnte, haben mich nachhaltig geprägt und erfüllen mich bis heute mit großer Freude. Die Erfahrung, Familien in herausfordernden Situationen unterstützen zu dürfen, schenkt mir ein starkes Gefühl von Selbstwirksamkeit. Genau das macht diesen Beruf für mich zu einem echten Geschenk.“