Fast vier Jahrzehnte Leidenschaft für die Klinik für psychische Gesundheit: Cornelia Rauner, 57 Jahre, begann 1987 ihre Laufbahn im varisano Klinikum Frankfurt Höchst, die damals noch Städtische Kliniken Frankfurt hießen. Die gelernte Krankenschwester entwickelte sich kontinuierlich weiter – von der Pflegefachkraft auf der Akutstation der Psychiatrie über die Fachweiterbildung in psychiatrischer Pflege bis hin zur Stationsleitung.
Seit 2012 leitet die ausgebildete Deeskalationstrainerin die Station D42 in der Klinik für psychische Gesundheit. Cornelia Rauner zeigt beispielhaft, wie sich durch Kompetenz, Engagement und kontinuierliche Weiterbildung eine erfolgreiche und erfüllende Karriere in der Pflege gestalten lässt.
„Die Wertschätzung der Mitarbeiter sowie jeder einzelnen Berufsgruppe. Alle sind wichtig, weil jeder von uns seine Expertise mitbringt. Ein offenes Ohr und eine gute Kommunikation sind entscheidend.“
„Ich arbeite sehr gerne hier, auch wenn es Phasen gibt, in denen ich mir etwas anderes wünsche. Das hält aber nie lange an, die Arbeit macht mir immer Spaß und ich habe mich hier stets wohlgefühlt. Ich bin überzeugt, dass ich genau an der richtigen Stelle tätig bin. Meine Arbeit ist ein wichtiger Teil meines Lebens, schließlich verbringe ich einen Großteil meiner Zeit hier. Ich muss mir meiner Verantwortung stets bewusst sein. Genauso wichtig ist es, sich selbst regelmäßig zu reflektieren. Ich habe über die Jahre sehr viele Eindrücke gesammelt, aber ich hatte immer das Gefühl, wertgeschätzt zu werden und ein wichtiger Teil der Klinik zu sein.“
„Die Übergriffe im Klinikalltag nehmen leider zu. Ich wollte den Kolleg:innen etwas an die Hand geben, um Übergriffe zu vermeiden und habe mich zur Deeskalationstrainerin ausbilden lassen. Damals bin ich offene Türen eingelaufen. Mit Unterstützung der Vorgesetzten habe ich gemeinsam mit einem Kollegen ein Deeskalationsmodell implementiert, das wir regelmäßig im Haus schulen. Dadurch, dass wir nun ein Verbund sind, schule ich auch Mitarbeitende in Hofheim und Bad Soden. Das ist ganz schön und auch ganz spannend. Die Rückmeldungen sind durchweg positiv, viele wünschen sich sogar mehr Trainings. Das Seminar bringt Abwechslung in den Alltag. Jede:r neue Mitarbeitende der Klinik für psychische Gesundheit durchläuft bei uns einen Grundkurs und nimmt regelmäßig an Auffrischungen teil.“
„Psychiatrisch erkrankte Patient:innen werden leider immer noch oft stigmatisiert, somit auch die Arbeit in psychiatrischen Kliniken. Die Arbeit auf der Akutstation ist besonders herausfordernd und intensiv, aber auch sehr abwechslungsreich. Wir begleiten schwerkranke Menschen in extremen Krisen, was herausfordernd ist, weil die Erkrankungen so vielseitig sind. Trotz der Belastung ist der Job sehr erfüllend und bringt viele Erfolgserlebnisse, etwa wenn es den Patient:innen wieder besser geht und sie Vertrauen aufbauen. In der Klinik für psychische Gesundheit ist Beziehungsgestaltung ein zentrales Handwerkszeug. Es ist spannend zu sehen, wie Vertrauen entsteht und wächst – das ist in unserer Arbeit besonders wichtig. Wer mit Menschen arbeitet und Vielseitigkeit schätzt, findet hier das perfekte Umfeld. Unser Team ist bunt gemischt mit jungen und erfahrenen Kolleg:innen, und wir haben ein tolles offenes Miteinander, das für mich zu den besten im Haus gehört.“