Justinuskirche erstrahlt am Weltfrühgeborenen-Tag in Lila

erschienen am 12.11.2021 | Klinikum Frankfurt Höchst

Am Abend des diesjährigen Weltfrühgeborenen-Tages am 17. November wird die Justinuskirche in lila Licht getaucht. Der Grund ist die weltweite Aktion „Purple für Preemies“ (Lila für Frühgeborene). Möglich macht dies eine Initiative des Nachsorgeteams „Rückenwind“ am Klinikum Frankfurt Höchst, die der Ortsbeirat 6, die Frankfurter Volksbank sowie weitere Vereine und Unternehmen* unterstützen.

„Da leider auch in diesem Jahr die traditionelle Zusammenkunft mit Eltern von Frühchen im Klinikum nicht umsetzbar ist, wollen wir mit der Aktion ein für alle sichtbares Zeichen für die Versorgung von Frühgeborenen setzen“, erklärt Evelyne Koch, Kinderkrankenschwester auf der Kinder-Intensiv-Station und Case Managerin im Team Rückenwind. Bis ca. 22 Uhr wird die Justinuskirche, eines der ältesten Bauwerke der Stadt mit ihrer unverkennbaren Kulisse hoch über dem Main, lila angestrahlt. Ehemalige Frühchen und ihre Eltern sind eingeladen, am Justinusplatz vorbei zu schauen und den Platz um die Kirche mit ihren Laternen gemeinsam noch heller zu machen. Aber auch an die Frühchen in der Kinderklinik selbst wird an diesem Tag besonders gedacht. Ihre Eltern erhalten kleine Päckchen mit einem Lila-Lätzchen „Frühstart 2021“ sowie besonderen Pflegeprodukte.

Eines von zehn Neugeborenen in Deutschland ist ein Frühchen. Als Frühgeburt zählen Babys, die vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche (SSW) geboren werden. Als Perinatalzentrum Level I bietet das Klinikum Frankfurt Höchst die Sicherheit der höchsten Versorgungsstufe für alle Risikogeburten bis hin zu den kleinsten Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm. Die Neonatologie verfügt über mehr als 60 Betten für kranke Früh- und Neugeborene einschließlich zwölf Beatmungsplätzen auf der Intensivstation. Pro Jahr werden etwa 700 kranke Früh- und Neugeborene hier  betreut. Laut Focus-Listen gehört die Klinik im Bereich der Frühgeborenen zu den führenden in Deutschland.

Die Idee zur Beleuchtung von exponierten Gebäuden auf der ganzen Welt stammt ursprünglich von der amerikanischen Organisation March of Dimes und erfreut sich eines immer größer werdenden Zuspruchs. Im Frankfurter Westen erstrahlte 2020 auf Initiative der Kinderklinik bereits das Alte Höchster Schloss in der Farbe Lila, um  auf die besonderen Bedarfe der Frühgeborenen aufmerksam zu machen. 

Laut Weltgesundheitsorganisation stellt Frühgeburt die Haupttodesursache bei Kindern unter fünf Jahren dar. Um Frühgeborenen und ihren Familien eine Stimme zu geben, hat die European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) bereits 2008 den Welt-Frühgeborenen-Tag ins Leben gerufen, der jährlich am 17. November gefeiert wird. EFCNI vereint als europäische Stiftung Eltern, medizinische Experten verschiedener Disziplinen, Wissenschaftler, Politiker und weitere Akteure mit dem gemeinsamen Ziel, den Gesundheitszustand dieser Patientengruppe zu verbessern und auf die besonderen Herausforderungen von Frühgeborenen und ihren Familien aufmerksam zu machen.

Über das Nachsorgeteam am Klinikum
Das Nachsorgeteam Rückenwind am Klinikum Frankfurt Höchst unterstützt Familien mit Frühgeborenen sowie chronisch kranken Kindern in der ersten Zeit des Übergangs vom Krankenhaus nach Hause. Als erfahrene Fachkräfte organisieren, beraten und begleiten sie die Eltern bei den vielfältigen Herausforderungen, die der individuelle Familienalltag stellt. Ziel ist es, dass sich die Eltern kompetent um ihr Kind kümmern können und die Lebensqualität aller Familienmitglieder bestmöglich erhalten bleibt.

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 37.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2021 errichtet. Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de oder www.kliniken-fmt.de


* Das Team der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin dankt allen, die diese Aktion ermöglicht haben:

  • Ortsbeirat 6
  • Frankfurter Volksbank
  • Bäckerei Huck, Frankfurt-Höchst
  • Fördergemeinschaft der Kinderklinik e.V.
  • Förderkreis des Klinikums Frankfurt Höchst e.V.
  • Kirchengemeinde St. Margareta, Frankfurt-Höchst
  • Firma all-m, Hattersheim