Zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, insbesondere bei Vorhofflimmern, kann das Team der Speziellen Rhythmologie der Kardiologie am varisano Klinikums Frankfurt Höchst jetzt schnellere und präzisere Eingriffe bei betroffenen Patienten und Patientinnen vornehmen.
Durch das hochmoderne System können die Kardiologen die dreidimensionale bildgestützte Navigation im Herzen mit der anschließenden Verödung der krankhaften Areale durch einen einzigen Spezialkatheter kombinieren.
Die neue Herzkathetertechnik nutzt dabei sowohl die konventionelle Hochfrequenzstromenergie, als auch das moderne Behandlungsverfahren der Impulsfeldablation (Pulsed Field Ablation). Auf diese Weise kann gezielt Herzgewebe verödet werden, während umliegendes Gewebe, wie die Speiseröhre oder Gefäße geschont werden. Die selektiven elektrischen Impulse auf die Herzmuskelzellen erhöhen die Sicherheit und Effizienz für den Patienten. „Mithilfe dieser Technologie können wir je nach Ablationsziel zwischen zwei Energieformen wechseln. Das ist ein weiterer Schritt in Richtung personalisierte Medizin in der Elektrophysiologie“, fasst Dr. Stefano Bordignon die Vorteile der neuen Technik zusammen. „Wir können die Behandlung jetzt individuell auf die Anatomie des Herzens zuschneiden“, ergänzt sein Kollege Privatdozent Dr. Boris Rudic. Gemeinsam leiten die beiden Kardiologen und Experten für invasive Elektrophysiologie die Sektion Spezielle Rhythmologie der Kardiologischen Klinik des Klinikums.