Der Förderkreis des Klinikums Frankfurt Höchst hat dem Onkologischen Zentrum des varisano Krankenhauses im Frankfurter Westen ein spezielles Kältetherapie-Gerät gespendet. Dieses ermöglicht eine innovative Unterstützung für Krebspatienten, wenn es darum geht, Nebenwirkungen einer Krebstherapie zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
Der Haarverlust, der häufig mit einer Chemotherapie einhergeht, bedeutet für den Großteil der onkologischen Patienten ein starke psychische Belastung. Das Gesicht im Spiegel verändert sich. Die Krebserkrankung wird für andere eindeutig sichtbar. Genau hier setzt das neue Kälte-Therapiegerät an. Wie eine Haube wird es auf den Kopf der Patienten gesetzt und kühlt die Kopfhaut. Dadurch werden die Haarwurzeln geschont. In vielen Fällen kann so der Verlust der Kopfhaare reduziert werden.
„Die psychologische Belastung einer Krebserkrankung ist aus unterschiedlichen Gründen enorm. Dass sich das Äußere verändern kann, spielt dabei einfach auch eine Rolle. Wir danken dem Förderkreis daher sehr dafür, dass wir unseren Patienten nun eine Behandlungsoption anbieten können, die den Verlust der Kopfhaare verringern kann“, so Prof. Dr. med. Joachim Rom, Leiter des Onkologischen Zentrums und Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.
Kältetherapie in der Onkologie
In der Krebsmedizin gewinnt die Kältetherapie als unterstützende Maßnahme an Bedeutung. Die im April 2025 aktualisierte S3-Leitlinie empfiehlt Kälte und Kompression während der Chemotherapie. Sie kann zum Beispiel auch dazu beitragen, der chemotherapieinduzierten Polyneuropathie (CIPN) vorzubeugen. Bei dieser werden durch die Chemotherapie Nervenstörungen in Füßen und Händen verursacht. „Ein Gerät, das zur Kältetherapie an den Extremitäten eingesetzt werden kann, haben wir schon etwas länger im Haus und damit bereits gute Behandlungsergebnisse erzielt“, erläutert Prof. Rom.
„Als Förderkreis liegt uns das Wohl der Patienten besonders am Herzen. Mit dieser Spende möchten wir die Therapiebedingungen auf dem neuesten Stand der Technik verbessern“, so Vereinsvorsitzender Uwe Serke.
Über den Förderkreis
Anfang 2012 gründeten engagierte Bürger sowie Vertreter des Klinikums den Förderkreis des Klinikums Frankfurt Höchst. Ihr Ziel: Notwendige Investitionen für eine moderne, sichere und menschliche Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. Gefördert werden Ausstattungen, die den Aufenthalt für die Patienten erleichtern, ihre Genesung fördern und Ärzte sowie Pflegende bei ihrer Arbeit unterstützen. Der Förderkreis verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.
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