Der Gesundheitsverbund varisano hat im Laufe des Jahres 2025 einen wesentlichen Meilenstein seines Restrukturierungskonzepts umgesetzt: Der Großteil der Mitarbeitenden der varisano Kliniken des Main-Taunus-Kreises wurden schrittweise aus der bisherigen Betriebsvereinbarung ASO (Arbeits- und Sozialordnung) in den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bzw. TV-Ärzte des Marburger Bundes überführt. Sie werden somit nun identisch zu ihren varisano-Kolleginnen und -Kollegen des Klinikums Frankfurt Höchst vergütet. Im neuen Jahr werden zudem zentrale Verwaltungsbereiche standortübergreifend gebündelt und in der Dachgesellschaft varisano GmbH zusammengeführt.
Die Überleitung in den TVöD erfolgte im vergangenen Jahr in mehreren Etappen. Zunächst wurde die Pflege als größte Berufsgruppe am Krankenhaus in den TVöD überführt, anschließend die Funktionsdienste, darunter beispielsweise Physiotherapeuten. Zum 1. Januar bzw. 1. April 2026 folgen abschließend die Verwaltungsbereiche. Ebenfalls im vergangenen Jahr wurden zudem die Ärzte in den Tarifvertrag des Marburger Bundes übergeleitet. Der Überführung waren umfangreiche Verhandlungen mit verdi und dem Marburger Bund vorangegangen.
„Mit der tariflichen Neuordnung schaffen wir eine einheitliche, transparente und wettbewerbsfähige Vergütungsstruktur für unsere varisano-Mitarbeitenden“, sagt Michael Osypka, varisano Geschäftsführer und unter anderem für Personalthemen zuständig. „Die schrittweise Umsetzung war uns wichtig, um die Veränderungen verantwortungsvoll zu gestalten. Die Überleitung in die etablierten Flächentarifverträge ist ein zentraler Baustein unseres Ende 2023 vorgestellten Zukunftskonzepts.“
Zum 1. Januar 2026 hat zudem die organisatorische Zusammenführung bislang standortbezogener Verwaltungsabteilungen in verbundweite Einheiten begonnen. In einem ersten Schritt werden die Bereiche IT, Unternehmenskommunikation, Finanzen und Controlling sowie das Medizincontrolling überführt. Zum 1. April 2026 folgen die Personalabteilung und der Einkauf.
Ziel der Neuorganisation ist es, Synergien zu nutzen und Doppelstrukturen abzubauen, um die Effizienz der Verwaltungsprozesse zu erhöhen. Betriebsbedingte Kündigungen sind im Zuge der Zusammenführung nicht vorgesehen.
Michael Osypka betont: „varisano und vor allem seine Krankenhäuser stehen in einem anspruchsvollen gesundheitspolitischen und wirtschaftlichen Umfeld. Mit der tariflichen Angleichung und der Bündelung zentraler Verwaltungsfunktionen stärken wir die wirtschaftliche Stabilität des Verbunds und schaffen zugleich verlässliche und einheitliche Rahmenbedingungen für die Beschäftigten. Das ist ein wichtiger Schritt, um die stationäre Versorgung im Main-Taunus-Kreis und dem Frankfurter Westen langfristig zu sichern.“
Die Maßnahmen sind Teil der umfassenden strategischen Neuausrichtung des kommunalen Gesundheitsverbundes varisano, welche 2023 in einem Zukunftskonzept definiert wurde.