Offene Psychiatrie

Patient:innen mit psychiatrischen Störungen finden auf unserer offenen Station eine Therapie, die sich an ihren Bedürfnissen orientiert. Die Ziele der Patient:innen werden im Therapiegespräch erfasst und daraus die nächsten Therapieschritte entwickelt.

Die Therapien bauen auf den individuellen Ressourcen der Patient:innen auf und eröffnen Möglichkeiten, sich in Gestaltungs- oder Tanztherapie neu zu erleben und wahrzunehmen. Im Rahmen von psychoedukativen Gruppen lernen Patient:innen mehr über ihre Störungen und den Umgang mit der Erkrankung. Im Rahmen von Bewegungstherapien – wie dem Bewegungstheater - können Patienten Freude am Aktivwerden wieder entdecken. Neben der psychologischen Gruppentherapie werden pflegerisch-geleitete Therapien angeboten.

Nach dem zweiten Wochenende in der Klinik, werden Patient:innen (unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Regeln unseres Hauses) ermutigt, ihre Sozialfähigkeiten im Rahmen von Belastungserprobungen bei sich zu Hause zu erfahren.

Zur Aufnahme benötigt der/die Patient:in eine Einweisung des zuständigen Haus- oder Facharztes. Außerdem können Sie von unserer Psychiatrischen Institutsambulanz zur stationären Behandlung überwiesen werden.

Die Therapien

Neben der medikamentösen Therapie werden sowohl nonverbale Therapien, wie Ergotherapie und Bewegungstherapie, als auch gesprächstherapeutische Angebote/Psychotherapie gezielt zur psychischen und körperlichen Stabilisierung, Krankheitsbewältigung, Rückfallprophylaxe und sozialen Wiedereingliederung eingesetzt.

Auch Aktivitäten wie Spaziergänge, Besuche kultureller Veranstaltungen und das Training lebenspraktischer Tätigkeiten wie Einkaufen, Kochen oder Backen gehören zum Behandlungskonzept. Als Vorbereitung auf die Entlassung geben unsere Sozialarbeiter:innen Hilfestellung für den häuslichen oder beruflichen Bereich, zum Beispiel bei Behördenangelegenheiten oder beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen.